Unsere Tipps zum Sperren & Entsperren der Kreditkarte

Kreditkarte sperren und entsperren - Hilfreiche TippsKreditkarten liegen im Trend, in erster Linie weil sie eine komfortable Form des Bezahlens bieten. Sie dürfen im Allgemeinen als sicheres Zahlungsmittel gesehen werden, soweit der Nutzer gewisse Sorgfaltspflichten beim Einsatz der Karte nicht verletzt. Dazu gehört, dass er die Kreditkarte sperren lässt, wenn er Kartenmissbrauch feststellt oder die Karte aufgrund von Diebstahl oder Verlust abhandenkommt. Im Folgenden geben wird Tipps zum Sperren & Entsperren der Kreditkarte.

Inhaltsverzeichnis

  • Kreditkarte sperren & entsperren – Wichtiges auf einen Blick:
  • 1. Kreditkarten Sperrung: Wann und warum durchführen
    • Wann muss man die Kreditkarte sperren?
  • 2. Kreditkarte sperren: so geht das
    • Vorbereitung und Durchführung zur Kreditkarten Sperrung:
    • Sperr-Nummern gängiger Kreditkartenmarken:
  • 3. Sperr-Notruf für speicherbare Medien
    • Wenn die Karte nicht gesperrt wird
  • 4. Fazit zum Sperren der Kreditkarte: Einfach über Zentralen Sperr-Notruf

Kreditkarte sperren & entsperren – Wichtiges auf einen Blick:

  • Kartensperrung sofort nach Bekanntwerden von Verlust oder Diebstahl vornehmen
  • Sperr-Notruf 116 116 bundesweit kostenlos 24 Stunden täglich erreichbar
  • Nur wirksam gesperrte Kreditkarte schützt vor Schadensansprüchen
  • persönliche Angaben des Karteninhabers für Ernstfall ausreichend

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1. Kreditkarten Sperrung: Wann und warum durchführen

icon_17_KonditionenKreditkarten haben die gleiche Bedeutung wie Bargeld. Daher muss der Umgang mit beiden Zahlungsmitteln auch gleich sorgfältig sein. Kreditkarten haben im Allgemeinen den Ruf, ein sicheres Zahlungsmittel zu sein. Doch unter Umständen lassen sie sich von Betrügern manipulieren bzw. missbrauchen, wenn die sich irgendwie die Zugangsdaten beschaffen. Bekannt ist eine Reihe von Möglichkeiten, wobei nicht selten der Karteninhaber bewusst oder unbewusst dazu beiträgt, dass sich Betrüger die notwendigen Zugangsdaten verschaffen. Wenn irgendein Server gehackt wird, wo sich Kartendaten befinden und die Daten werden gestohlen, trägt der Kartenbesitzer keine Schuld.

Wenn eigenes Bargeld verloren geht oder durch einen Diebstahl abhandenkommt, ist die gesamte Geldsumme natürlich weg, aber maximal nur dieser Betrag. Im Fall von Diebstahl oder Verlust der Kreditkarte kann der Schaden zwar dem Kartenherausgeber entstanden sein, doch die Haftung obliegt dem eigentlichen Karteninhaber. Er muss den eingetretenen Schaden tragen.

Wann muss man die Kreditkarte sperren?

  • Sperrung der Karte unverzüglich bei Verlust oder Diebstahl,
  • Karte bleibt im Geldautomaten oder Selbstbedienungsautomaten stecken,
  • Es besteht der Verdacht der unbefugten Nutzung der Kartendaten,
  • Es liegt ein Verdacht auf Phishing-Betrügerei vor.

Wichtig: Wer nicht regelmäßig seine Karten-Account checkt, sollte wenigstens sehr genau die Monatsabrechnung prüfen und verdächtige Transaktionen umgehend seinem Kartenherausgeber melden.

Es kommt natürlich auch häufig vor, dass der Kreditkartenherausgeber eine Kreditkarten Sperrung von sich aus vornimmt. Gründe dafür können beispielsweise sein:

  • Der Speicherchip oder Magnetstreifen ist beschädigt.
  • mehrfach falsche Dateneingaben von PIN oder Prüfziffer
  • Bei der Kartennutzung wurden Unregelmäßigkeiten festgestellt
  • Kreditkarte wird nicht nachvollziehbar im (exotischen) Ausland eingesetzt

Aller Kartenmissbrauch, der nach dem Sperren einer verloren gegangenen Kreditkarte auftritt, hat nur geringe finanzielle Folgen für den Karteninhaber. Denn meist ist die Haftung auf höchstens 50 Euro begrenzt. In diesem Zusammenhang wird der Kartenherausgeber prüfen, ob nicht die Sorgfaltspflicht verletzt wurde.kreditkarte sperren entsperren lassen

Für den Zeitpunkt der Kreditkarten Sperrung besteht ein gewisser Spielraum, weil ein Sperren lassen aus verständlichen Gründen erst nach dem Feststellen gefordert ist. Mit dem Bemerken des Kartenverlusts kann sich der Inhaber nicht unbegrenzt Zeit lassen. Da die Kreditkarte ein Zahlungsmittel ist, gehört eine regelmäßige Kontrolle und Überwachung zu den allgemeinen Pflichten.
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2. Kreditkarte sperren: so geht das

Ist der Ernstfall Verlust oder Diebstahl der Kreditkarte und / oder von Kreditkartendaten eingetreten, muss man die Karte umgehend sperren, um eine missbräuchliche Verwendung zu vermeiden. Außerdem wird damit wirksam verhindert, dass man nicht in die Haftung bei Fremdverfügungen genommen wird.

Vorbereitung und Durchführung zur Kreditkarten Sperrung:

  1. Die unmittelbare Vorbereitung beginnt weit vor dem Eintreffen des Ernstfalls. Daher ist ein erster alle Kartendaten zu notieren und an einem sicheren Ort zu verwahren. Immer griffbereit sollten die Sperrnummern des Kartenunternehmens (beispielsweise VISA, MasterCard), Sperr-Notruf der Banken und der zentrale Sperr-Notruf sein. Diese Nummern sollte man einfach zugänglich aufbewahren. Sie lassen sich notfalls auch schnell über das Internet in Erfahrung bringen.
  2. Wenn der Inhaber einen Sperrgrund festgestellt hat, muss er die kartenherausgebende Bank unterrichten. Diese wird dann umgehend eine Sperrung der Kreditkarte veranlassen. Falls die Bank nicht erreichbar ist oder die Telefonnummer der Bank nicht vorliegt, kann man den Zentralen Sperrannahmedienst und die Services der Kartenanbieter nutzen.
  3. Der Zentrale Sperrannahmedienst wird im Inland unter einer bundesweit einheitlichen und gebührenfreien Rufnummer informiert. Anzurufen ist die 116 116, bekannt als die Zentrale Sperr-Notruf Nummer. Zum Sperren der Kreditkarte aus dem Ausland kann nur gebührenpflichtig angerufen werden. Die beiden infrage kommenden Rufnummern sind + 49 116 116 und + 49 30 4050 4050. Erreichbar sind alle Sperrnummern rund um die Uhr an allen Tagen der Woche.

Nach dem Sperranruf sollte man sich zur Sicherheit den Zeitpunkt der Kartensperrung notieren. Bei einem Verdacht auf Diebstahl oder einer vollendeten Entwendung sollte man sofort eine Anzeige bei der Polizei machen. Erhält man keine Bescheinigung für die Anzeige, notiert man wichtige Angaben selbst. Relevant sind hier Anzeigezeitpunkt und aufnehmende Stelle.

Sperr-Nummern gängiger Kreditkartenmarken:

  • VISA in Deutschland:                  0800 811 8440 (kostenfrei)
  • VISA aus dem Ausland:                   +1 303 967 1096 (R-Gespräch bei Festnetz)
  • MasterCard in Deutschland: 0800 819 1040 (kostenfrei)
  • MasterCard aus den USA: +1 800 627 8372
  • MasterCard aus anderen Ländern: +1 636 7227 111 (R-Gespräch bei Festnetz)
  • American Express                    +49 (0)69 97 97 2000
  • Diners Club                  +49 (0)69 900 150-135 / 136

Zur zügigen Kreditarten Sperrung hält man folgende Daten bereit:

  • Kreditkartennummer
  • Name der Kreditkartenbank
  • Bankleitzahl der Karten ausgebenden Bank
  • Kreditkartenunternehmen (VISA, MasterCard, American Express)
Sperr-Notruf griffbereit haben

Kreditkartenverlust – den Sperr-Notruf immer im Kopf haben.

Im Gegensatz zum Sperren muss das Kreditkarte entsperren in jedem Fall beim herausgebenden Bankinstitut erfolgen. Wurde eine VISA oder MasterCard gesperrt, kann man sie nicht wieder einsetzen. Selbst wenn man im Besitz aller für eine Online-Zahlung notwendiger Daten, Prüfziffer eingeschlossen ist. In jedem Fall heißt es nach erfolgreicher Sperrung, die Kreditkarte entsperren. Dazu ruft man nicht die 116 116 an, denn das Entsperren kann nur das herausgebende Kreditinstitut erledigen. Von der Bank gibt es zeitnah eine neue Kreditkarte, in einigen Fällen erhalten Kunden ein Notfallbargeld über ein angeschlossenes Girokonto.

Dank der zentralen Sperr-Notruf Nummer sollte im Ernstfall, das Sperren der Kreditkarte immer auch dann funktionieren, wenn die eigene Kreditkartenbank nicht erreicht werden kann. Den Sperr-Notruf 116 116 sollte jeder Verbraucher und Bankkunde verinnerlichen, weil damit mehr als nur eine Kreditkarte gesperrt werden kann.
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3. Sperr-Notruf für speicherbare Medien

Wenn speicherbare Medien den sperrbaren elektronischen Berechtigungen zugeordnet werden können, dann weil deren Gültigkeit elektronisch geprüft werden kann – sie also sperrbar sind. Im Falle von Verlust droht durch diese elektronischen Berechtigungen ein finanzieller Schaden, der sowohl den Herausgeber als auch den Kunden betreffen kann. Außerdem gefährdet ein Verlust den Datenschutz oder die Datensicherheit.

icon_9_KuendigungDer zentrale Sperr-Notruf 116 116 besteht bereits seit dem Jahr 2005. Mittlerweile werden über ihn pro Jahr weit über 1.100.000 Sperranfragen abgewickelt. Neben der Debit- und Kreditkarten Sperrung lassen sich mit dem Sperr-Notruf auch Zugänge für Online- und Telefonbanking sperren oder Anfragen betreffs Entsperrung entgegennehmen. Seit Ende 2010 kann die elektronische Identität des neuen Personalausweises durch einen Anruf über die 116 116 gesperrt werden. Die Sperr-Hotline soll eines Tages für die „Sperre aus einer Hand“ stehen.

Dafür ist es notwendig, dass die Herausgeber des jeweiligen Mediums sich dem Sperr-Notruf 116 116 auf freiwilliger Basis anschließen und sich dazu bekennen, die Vermittlungskosten zu übernehmen. Das ist die Voraussetzung, damit eine Weiterleitung über den Sperr-Notruf erfolgen kann.

Beispiele für sperrbare elektronische Medien:

  • alle Arten von Kreditkarten
  • Bankkunden- und Maestrokarten
  • SIM-Karten der Mobilfunkanbieter
  • Mitarbeiterausweise mit elektronischer Zugriffskontrolle
  • Kundenkarten mit integrierter Zahlungsfunktion
  • Online Banking- und E-Mail-Konten
  • Remote Access Systeme
  • weitere elektronische Berechtigungen

Wenn die Karte nicht gesperrt wird

Kann dem Inhaber berechtigt der Vorwurf gemacht werden, dass er einen Kartenmissbrauch ermöglicht hat, weil er es versäumt hat, seine Kreditkarte sperren zu lassen, muss er den Schaden tragen. So hat das Landgericht Berlin geurteilt (Az: 110 C 5012/01 u. 51 S 84/02).

Wichtig: Die Beweislast für eine erfolgte Sperrung trägt der Kunde. Beim Anrufen ist das Hinzuziehen eines Zeugen zu empfehlen. Notieren sollte man sich Uhrzeit und Name des Service-Mitarbeiters.

4. Fazit zum Sperren der Kreditkarte: Einfach über Zentralen Sperr-Notruf

icon_18_FazitZum Sperren & Entsperren der Kreditkarte wendet sich der betreffende Karteninhaber immer an sein Kreditkarteninstitut. Der Einfachheit halber kann er beim Sperren den Zentralen Sperr-Notruf nutzen. Dieser ist rund um die Uhr an allen Tagen erreichbar. Im Fall von Kartenmissbrauch wird der Herausgeber immer genau prüfen, ob der Inhaber nicht seine Sorgfaltspflichten verletzt hat und somit in die Haftung für Schäden zu nehmen ist.

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Bildquelle:
https://www.flickr.com/photos/skohlmann/10609574014/


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Kreditkarte sperren & entsperren: Tipps zur Sperrung!
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