Die Kreditkarte ohne Jahresgebühr für anspruchslose Kunden!

Kreditkarte ohne JahresgebührMöchte man sich eine Kreditkarte zulegen, wird man zumeist von einem riesigen Angebot überrollt. Schnell ist klar, dass es auch zahlreiche Angebot ohne Jahresgebühr gibt. Doch was ist hier der Haken? Der Suchende muss sich selber die Frage stellen, was er von der Nutzung einer Kreditkarte erwartet und für welche Zwecke er diese nutzen will. Infolgedessen kann es dann zu einer Kosten-Nutzen-Analyse kommen, bei der schlichtweg alle Vorteile der Kreditkarte mit Jahresgebühr, gegen die Kreditkarte ohne Jahresgebühr abgewogen werden.

Doch was bietet eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr sonst noch? Unser Kreditkarten ohne Jahresgebühr Überblick verrät es!

Inhaltsverzeichnis

  • Alle Fakten zum Ratgeber „Kreditkarte ohne Jahresgebühr“ im Überblick:
  • 1. Warum gibt es eine Jahresgebühr?
  • 2. Was gilt es zu beachten?
  • 3. Was passiert, wenn die Jahresgebühr entfällt?
  • 4. Das Fazit: Entweder Jahresgebühr oder Zusatzleistungen

Alle Fakten zum Ratgeber „Kreditkarte ohne Jahresgebühr“ im Überblick:

  • Die Kreditkarten-Anbieter können über die Jahresgebühr die Kosten für den Verwaltungsaufwand und die Service-Angebote finanzieren.
  • Für alltägliche Kreditkarten-Services, wie Barabhebungen, Auslandsüberweisungen oder Zinszahlungen können Gebühren berechnet werden.
  • Mittels Bonus-, Cashback- und PayPal-System können die Jahresgebühren ausgeglichen werden.
  • Bei sinkenden Jahresgebühren sinkt zumeist auch der Service, außer für Studenten.

1. Warum gibt es eine Jahresgebühr?

icon_3_FAQsDie berüchtigte „Jahresgebühr“ wird von vielen Dienstleistern in nahezu allen Sektoren erhoben. Hiermit sollen die anfallenden Verwaltungskosten und weitere Dienstleistungen gedeckt werden. Die Jahresgebühren werden bei Anbietern wie Visa und MasterCard® nicht von den Kreditkartenherstellern, sondern von ihren Handelspartnern, den Banken erhoben.

Die Verwaltungsgebühren berechnen sich laut deren Angaben aus dem Aufwand die Kundendaten einzupflegen und auch weiterhin auf dem aktuellsten Stand zu halten. Die Servicekosten hingegen sind wiederum vom gewünschten Servicepaket abhängig. Getreu dem Motto: Guter Service kostet!, können die jährlichen Grundgebühren auch schon mal über 500 Euro betragen. Hier kann man dann allerdings von einer persönlichen Rundum-Betreuung ausgehen, die auch die Urlaubsplanung und die Vermittlung von Luxusgütern mit einschließt.

Ganz vorne in der Argumentationskette sind hier auch immer die angebotenen Versicherungen. Zu den Klassikern zählen die Reise-, Gepäck- und Leiwagenversicherung. Hinzu kommen inzwischen auch Versicherungen aus allen anderen Lebensversicherungen, bis hin zur Ticketversicherung, für den Fall, dass ein teures Event doch nicht wahrgenommen werden kann.

So bietet Amex zum Beispiel Versicherungen aus den Bereichen „Gesundheit & Vorsorge“, „Reisen & Lifestyle“, sowie verschiedene Rechtschutzversicherungen. Diese Angebote sind zum Teil in die Jahresgebühr inkludiert, wie zum Beispiel der Reiseversicherung bei der Amex Platinum Card. Andere Versicherungen müssen jedoch extra hinzu gebucht werden.

Die Platinum Card von American Express enthält standardmäßig eine Reiseversicherung

Die Platinum Card von American Express enthält standardmäßig eine Reiseversicherung

Zudem erkauft man sich über diesen Weg eine VIP-Behandlung an Flughäfen, auf Konzerten oder in Restaurants. Dieser Service muss natürlich organisiert werden und bringt einen dementsprechenden Aufwand mit sich. Es müssen Verhandlungen mit den Veranstaltern geführt werden, welche diese Sonderbehandlung dann umzusetzen haben. Zudem muss auch für die angebotenen Reisen oder Luxusartikel zum Sonderpreis permanent verhandelt, diskutiert und recherchiert werden.

Nun ist allerdings auch anzunehmen, dass sich die Restaurants und Reiseveranstalter sich diesen Exklusivitätsfaktor einiges kosten lassen. Dieser Gedanke heizt immer wieder die Notwendigkeit von Jahresgebühren in allen Dienstleistungsbranchen an. Muss der Service wirklich bezahlt werden oder ist dieser nicht unter Werbemaßnahmen zu verbuchen? Wie dem auch sei, die meisten Kreditkartenanbieter geben die Kosten an ihre Kunden weiter.

Dadurch kommt es, dass einerseits große Preisunterschiede für die Nutzung von Kreditkarten bestehen und es aber andererseits Kreditkartenanbieter gibt, die es schaffen, guten Service ohne die Erhebung von Jahresgebühren zu gewährleisten. Hier kann man sich überlegen, ob die Jahresgebühr nicht auch als Selektionskriterium dient, nur die zahlungsfähige Kundschaft an den extravaganten Angeboten teilhaben zu lassen.

Jahresgebühren sollen die Verwaltungskosten der Kundendaten und die Service-Leistungen finanzieren. Die Preisunterschiede bei den Kreditkartenanbietern sind enorm, genau wie die Unterschiede im Service.
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2. Was gilt es zu beachten?

Werden Kreditkarten ohne Jahresgebühr angeboten, geht dies in der Regel mit weniger Service einher. Service betrifft jedoch nicht nur die fehlende VIP-Lounge während eines Fußballspiels, sondern eben auch den Service im ganz normalen Kreditkarten-Alltag. Plötzlich werden Kosten für Dinge verbucht, die eigentlich als selbstverständlich galten. Es gibt ein paar Faktoren, die bereits im Vorfeld zu betrachten sind und bei vielen Vergleichsportalen Beachtung finden. Ansonsten findet man Auskünfte zu diesen Faktoren auf der Homepage des Anbieters oder in dessen AGBs.

icon_7_GebuehrenEin wichtiger Faktor sind die Gebühren bei Bargeldabhebungen. Gerade bei Kreditkarten ohne Jahresgebühr finden sich hier oft überteuerte Abhebungsgebühren. Vom Grundsatz her war der Sinn und Zweck einer Kreditkarte auch das bargeldlose Zahlen. Doch in Zeiten, in denen das Reisen in ferne Länder immer einfacher wird, bietet sich die Kreditkarte als Barabhebungsmöglichkeit an.

Abhebungsgebühren von mindestens 5 Euro, wie bei der Hanseatic Bank Genial Card oder sogar von mindestens 5,75 Euro, wie bei der Santander Sunny Card gelten als teuer. Zudem muss berücksichtigt werden, wo die Bargeldauszahlungen überall möglich sind. Nur im Inland, im europäischen Ausland oder ist eine Barabhebung sogar weltweit möglich? Hier muss dann die Kostenstruktur erneut beachtete werden.

Ein weiteres wichtiges Thema sind die Zinszahlungen für den Kredit. Zunächst werden keine Zinsen erhoben, solange der Kredit zum Abrechnungszeitpunkt bezahlt wird. Es gibt jedoch Institutionen, die bereits ab dem 31. Tag Zinsgebühren erheben. In der Regel beginnt dies erst nach fünf bis acht Wochen. Ein weiterer interessanter Punkt bei dem Thema ist die Höhe dieser Zinsen. Während ein effektiver Jahreszins von 8 Prozent noch in Ordnung ist, ist ein Zins von 18 Prozent schon sehr hoch.

Vor der Zahlung von Fremdwährungsgebühren werden die wenigsten Kreditkartennutzer herkommen. Diese werden erhoben, wenn Zahlungen in einer anderen Währung als der Kontowährung getätigt werden oder im Ausland Geld abgehoben wird. Hiermit wird der Aufwand der Umrechnung bezahlt. In Zeiten der Automatisierung sind diese Beträge zwar auch eher fraglich, aber trotzdem noch Gang und Gebe.

Die Kreditkarte von der Consors Bank

Bonussysteme können die Jahresgebühr ausgleichen

Die Bonus-, Cashback- oder PayPal-Systeme sind eine Möglichkeit um bereits bezahlte Jahresgebühren zurückerstattet zu bekommen oder sich die Zahlung im Folgejahr zu ersparen. Hierbei werden die Umsätze der Kreditkarte bewertet und belohnt. So bieten einige Anbieter ab einer gewissen Gesamtsumme keine Jahresgebühren mehr zahlen zu müssen. Andere sammeln PayBack-Punkte pro Überweisung, welche später in Sachwerten eingelöst werden können. Möglich ist auch die Gutschrift eines bestimmten Betrags pro Überweisung. Dies bietet zum Beispiel die Consorsbank bei ihrer Visa classic mit einem Bonus von 10 Cent pro Kartenzahlung.

Ein wichtiges Thema ist auch die Anzahl der Kreditkarten. Egal ob Paare im privaten Bereich oder Mitarbeiter zum Firmenkonto, oft ist es notwendig, dass mehrere Personen Zugang zur Kreditkarte haben. Da die Kreditkarte aber Personengebunden ist, werden mehrere Kreditkarten zu ein und demselben Konto benötigt. Diese werden dann oft gegen eine Gebühr angefertigt. Einige Anbieter bieten sie jedoch auch ohne eine Jahresgebühr entrichten zu müssen umsonst an.

Vor der Vertragsunterzeichnung sollten dringend die Konditionen genau begutachtet werden. Hierzu zählen die Gebühren für Barabhebungen im In- und Ausland und für Auslandsüberweisungen, ab wann und in welcher Höhe Zinszahlungen verlangt werden, ob es Bonussysteme gibt und wie viele Kreditkarten in das Angebot inkludiert sind.
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3. Was passiert, wenn die Jahresgebühr entfällt?

icon_5_VerbrauchertippsDie Antwort ist von der Lebenssituation abhängig. Inzwischen haben die Finanzdienstleister den Wert der Jugend erkannt. Das bedeutet, dass bereits in frühen Jahren Kundenakquise betrieben wird, indem Schüler, Studenten und junge Familien sehr viel Service für wenig Geld bekommen. So werden diesen Personenkreisen Kreditkarten zum Nulltarif gewährt und trotzdem haben sie die Möglichkeit im Ausland kostenlos Bargeld abheben zu können.

Ab einem gewissen Lebensalter haben solche Konditionen jedoch Konsequenzen: Je weniger es kostet, umso weniger Service gibt es! Wie oben bereits erwähnt kann man oftmals durch fleißige Ausnutzung des Kreditlimits bei gleichzeitiger pünktlicher Rückzahlung das Entrichten einer Jahresgebühr einsparen.

Verzichtet man von vornherein auf das Zahlen einer Jahresgebühr, können im Laufe des Jahres enorme zusätzliche Kosten auf den Nutzer zukommen.

4. Das Fazit: Entweder Jahresgebühr oder Zusatzleistungen

icon_18_FazitIn den meisten Fällen ist die Jahresgebühr direkt mit dem Nutzen an Zusatzleistungen verknüpft. Wie diese Zusatzleistungen aussehen und in welcher Höhe sie sind, ist vom jeweiligen Anbieter abhängig. Grundsätzlich können ein paar Richtwerte gegeben werden, ab wann eine zusätzliche Gebühr als hoch oder angemessen einzuschätzen ist.

Fällt die Jahresgebühr weg, wird jede zusätzliche Leistung extra berechnet, solange kein Sonderfall in Form von Studium vorliegt. Daher gilt es im Vorfeld, sich genau zu überlegen, welche Ansprüche man an eine Kreditkarte hat. Soll die Kreditkarte nur für den Zahlungsverkehr im deutschen Online-Handel genutzt werden, darf man sich auf die Suche nach der günstigsten Gebührenstruktur machen. Sobald auch Service erwartet wird und im Ausland Abbuchungen geplant sind, ist es ratsam sich mit einer Jahresgebühr abzufinden, die eventuell durch starke Nutzung aufgehoben werden kann.CTA_Barclaycard_NewVisa


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Kreditkarte ohne Jahresgebühr: Ohne Schmuck & Tand
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